Montag, 11. April 2011, 19 h
Goethe-Institut Paris, 17 avenue d’Iéna, 75116 Paris
Konzept, Umsetzung und Moderation: Susanne Wittek
Zahlreiche deutsche Schriftsteller flohen ab 1933 nach Paris, um der
Verfolgung durch die Nazis zu entgehen. Viele kämpften trotz stark
abweichender politischer Überzeugungen gemeinsam gegen die NS-Diktatur. Zu den herausragenden international
beachteten Aktivitäten gehörten die Gründung der Deutschen
Freiheitsbibliothek im Jahr 1934 und der 1. Kongress zur Verteidigung
der Kultur im Jahr 1935. Beide wurden maßgeblich von dem Schriftsteller
Alfred Kantorowicz vorbereitet und organisiert.
Der Kölner Schriftsteller und Filmemacher Ralph Giordano (88 J.) berichtete im Gespräch mit Susanne Wittek über seinen langjährigen Freund und politischen Weggefährten Alfred Kantorowicz. Die Germanisten Olivier Agard (Université Paris 4-Sorbonne) und Daniel Azuélos (Université de Picardie Jule Verne) gaben aus wissenschaftlicher Perspektive Auskunft über die exilierten deutschen Intellektuellen in Paris.
Die Veranstaltung fand in französischer und deutscher Sprache mit Konsekutiv-Übersetzung statt.